Zähringer Wanderung, Datum: 16.08.2015, Ort: nordwestlich von Aarau

Daniel Ziltener v/o Magnus

Nachdem der Zähringer Familienanlass seit Jahren mit schwindenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen hatte, hat sich Harley entschieden, dieses Jahr stattdessen eine Wanderung im Kanton Aargau, seiner alten Heimat, zu organisieren. Tatsächlich schaffte er es auf diese Weise, dass am 16. August pünktlich um 9 Uhr sechs Zähringer - Harley, Bios, Funke, Animus, Contra und Magnus - im Bahnhof Aarau standen, um zur 17km-Wanderung aufzubrechen. Es regnete zwar leicht, aber was stört das einen Zähringer?

Contra hat aus seinem Kühlschrank noch zwei Somersby mitgebracht, womit der Regen zumindest für die Aktivitas vergessen und vergeben war. Harley führte uns dann auf seinem alten Weg von der Kaserne zum Schiessstand und Kampfplatz, und wie sollte es anders sein sehen wir schon die erste Beiz, die eine grosse Anziehung auf uns ausübt. Dieser geben wir dann auch nach, und mit einer Stange (oder Schale) gestärkt brechen wir wieder auf. Das Wetter mag leider nicht wirklich besser werden, aber immerhin können wir im Wald die Regenjacke ablegen.

Schliesslich erreichen wir die Wasserflue, von wo aus man eine tolle Aussicht über das ganze Umland hat. Moment. Hätte. Dichter Nebel lässt uns leider kaum eine Sicht, und auch als er sich während dem Mittagessen lichtet, reicht es nur gerade so, die umliegenden Dörfer zu sehen. Doch immerhin scheint es jetzt mit dem Regen vorbei zu sein. Jedenfalls sind unsere Regenjacken innen mittlerweile nasser als aussen. Kurz darauf kehren wir an der Grenze zu Solothurn im "Chalet Saalhöhe" auf ein Bier ein, interessanterweise am Stammtisch der Commercia Aarau. Eine angenehme Überraschung ist auch der gleich danebenliegende Verbindungsraum u.A. der Helvetia mit so einigen Utensilien und Bildern.

Aufgrund der äusserst speziellen Grenzziehung auf dem Geissfluegrat wechseln wir daraufhin in der nächsten halben Stunde gleich zuerst wieder in den Aargau, zurück nach Solothurn und schliesslich noch für ein paar Minuten nach Basel-Landschaft, bevor es wieder zurück nach Solothurn geht. Kaum heraus aus dem Wald stehen wir im schönsten Sonnenschein, und Harley sieht schon wieder eine schöne Erinnerung an seine alte Gymerverbindung: ein Holzkreuz auf dem Feld. Da werde jeweils von der Verbindung das neue akademische Jahr eingeläutet, mit einer Rede des Seniors auf dem Kreuz. Das alles nach einem Kommers!

Nun, bei uns ist's ja zum Glück umgekehrt, und wir gehen den Hügel hinab. Aus Contras Scherz, was jetzt wäre, würde uns ein Bulle entgegenkommen, wird beim Durchgang in den Wald bitterer Ernst, als wir das Hinweisschild zu Bulle Roby entdecken, und dann beim Weg zum darunterliegenden Hof ein Geräusch vernehmen, das uns an eine Dampflokomotive erinnert. Glücklicherweise ist die Geräuschquelle jedoch weder ein wütender Bulle noch eine alte Dampflokomotive, sondern lediglich der harmlose Hofhund - aber oh Schreck, die Beiz hat Betriebsferien! Doch wie könnte es auch anders sein, der Besitzer entdeckt uns, und unser rot-gold-blaues Band öffnet uns auch hier Türen. Kaum verwunderlich angesichts der regelmässigen Besuche von Verbindungen. Mit ein paar Gläsern Quöllfrisch und Proviant von Bios versorgt, geht es dann frohen Mutes nach dem Wanderkantus weiter, über die Kantonsgrenze zurück in den Aargau. Für die letzten Meter gönnen wir uns dann doch noch einen Bus, und der Kreis schliesst sich wieder am Bahnhof Aarau.

Lieber Harley, vielen Dank für die Organisation der tollen Wanderroute!