Aktivitas-Reise nach Belgrad, 06.-08. Februar 2015

Ein Artikel für den Falkensteiner Kiesel von Robert Arnaud v/o Cincinnatus

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Nach langer Zeit wieder! Endlich haben wir wieder eine Aktivitasreise innerhalb der Zähringia. Zu verdanken haben wir das Tiziano Spiller v/o Enzo, welcher zur Feier seines 1-jährigen Burschenstatus eine Reise nach Belgrad für den Rest der Aktivitas organisiert hat. Als Ziel für dieses Gaudi hat er eine seiner Lieblingsstätten, Belgrad, ausgewählt. Grund dafür sind natürlich nicht die schönen Frauen, der billige Alkohol und das fehlende Raucherverbot - *hüstel* - sondern natürlich die Stadt als Perle des Balkans und Vertreterin eines klassischen Europas aus einer vergangenen Zeit.

Somit beginnt die Reise am Freitagmorgen im Flughafen Zürich (Arbeitgeber und Professoren mögen sich ob der Krankheitswelle an diesem Tag wundern) mit einem ersten Bier an der Bye-Bye-Bar. Bevor man die Strapazen der Passkontrolle auf sich nimmt, wird der guten Ordnung halber noch ein Zweites zu sich genommen. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg in die Swiss-Maschine, welche uns unbeschadet nach knapp 2 Stunden am Flughafen Belgrad wieder ausspuckt.

Mit dem Verlassen des Flughafens beginnt auch bereits der erste Programmpunkt: Besuch des Luftfahrtmuseums, welches wir auch erreichen, nachdem wir uns um Schneegestöber fast verirrt hatten. Es hat den Anschein, dass das Gebäude nur für uns geöffnet und geheizt wurde. Die Spülung auf den WCs scheint jedoch ständig zu laufen. Wir sind beeindruckt von der ungestressten Stimmung bezüglich „Anfassen der historischen Objekte“. Es scheint niemandem etwas auszumachen, dass wir die ausgemusterten MiGs anfassen und daran rumspielen (es sind ja weitere 50 auf dem Hof am verrosten).

Nach dem Museum werden wir sofort abgeholt und erhalten im Minibus eine Tour durch die Stadt inklusive historischer Berichterstattung. Die Integrität des Guides wird zunehmend in Frage gestellt bis er sie schliesslich ganz verliert, als er nicht auf unseren Wunsch eingeht, schnell bei McDonalds halten zu können. Verkehr sei Dank findet der grösste Teil der Tour zudem im Dunkeln statt. Die Tour endet vor dem Hotel, wo wir unsere Sachen in die Zimmer werfen und schon wieder zur Türe rausgehen und uns an einem ausgezeichneten, von Enzo ausgewählten und getesteten Restaurant satt essen wollen. Leider ist das Lokal geschlossen (Betriebsferien oder Konkurs?) und wir begeben uns ins Nachbarrestaurant, das eher wie Downtown Brooklyn aussieht als Belgrad. Nach genüsslichem Mahle geht es ab in den Club, wo Enzo einen VIP-Tisch mit Champagner und Vodkaflasche organisiert hat, wir ein Getränk nach dem anderen verheizen (wer zahlt die überhaupt?) und uns über den Zufall wundern, dass alle hübschen Frauen für das Etablissement arbeiten. Die (lange) Nacht endet mit Pizza in der Hotellobby und mehreren tollen Stories, bevor sich alle in den wohlverdienten Schlaf begeben, Enzo erst, nachdem der Portier ihm die Türe aufschliesst, denn Polit scheint alkoholisiert besonders gut zu schlafen.

Der zweite Tag fängt gemütlich an, denn Enzo hat die Nachfrage nach Ausschlaf vorausgesehen und den Meetingpoint auf Mittag angesetzt. Es folgt ein gemütliches Flanieren durch die Strassen Belgrads inklusive Besichtigung der Burg und des Militärmuseums. Nach mehrmaligem Einkehren ist es auch bereits wieder Abend. Auf dem Programm steht eine Raki-Degustation. Die Betonung liegt auf „Raki“ und nicht auf „Degustation“, denn das Fehlen eines Spuckkübels Zwang uns, jeden Gang mitzumachen und am Ende nicht einmal mehr zu wissen, welchen Alkohol man gerade trinkt. Anschliessend begaben wir uns hungrig zum Abendessen. Hier erwartet uns ein hochwertiges Restaurant, welches streng durch den Reiseleiter geprüft und für ordentlich befunden wurde. Wiederum hat dieses Restaurant ungeplant geschlossen und wir begeben uns in das nächstbeste. Sattgegessen in der Hotellobby sitzend wollen die meisten Zähringer aber nur noch schlafen. Lediglich Enzo und Magnus statten erneut dem Club vom Vorabend einen Besuch ab. Die Erzählungen über diesen Abend bleiben leider lückenhaft - wohl mit Absicht.

Der letzte Tag ist nur für das Ausschlafen und Essen gedacht. Während der Fahrt an den Flughafen gedenken wir der tollen Reise und der vielen Abenteuer. Gleichsam des Films „Apocalypse Now“ sind wir in das Herz der Finsternis (ok so Finster auch wieder nicht aber die Metapher passt gerade so schön) gereist und kehren geläutert zurück, reich an Freundschaft und Verbundenheit mit unseren Farbenbrüdern.

Lieber Enzo, wir danken dir alle herzlich für die tolle Organisation dieser Reise. Es hat allen riesig Spass gemacht und wir freuen uns jederzeit wieder über deinen Besuch bei uns!